Kaunertal

Das Tiroler Kaunertal zweigt bei Prutz vom Oberinntal ab und wendet sich einem der größten österreichischen Gletscher, dem Gepatschferner zu. Mit den Gemeinden Kauns, Kaunerberg und Fendels beherbergt das Tal rund 1700 Einwohner. Von der Ortschaft Feichten aus wird es von der Kaunertaler Gletscherstraße durchzogen, welche quer durch einen geschützten Naturpark, vorbei am Gepatschspeichersee bis hin zum Bergrestaurant und den Liftanlagen auf 2750 m Seehöhe führt.

Die hochalpine Straße mitten in der einzigartigen Gletscherwelt lockt vor allem viele  Motorradfahrer an. Ebenso wird das Gebiet ob seiner traumhaften Naturschönheiten auch von unzähligen Wanderern angesteuert. Ein Wegnetz von über 250 km, an idyllischen Hütten und Almen gelegen, bietet Themenwege sowie Naturlehrpfade und ist für waghalsige Bergsteiger genauso geeignet wie für Ausflüge mit der Familie. Herausragende Dreitausender oder die Gletschertour zur „Königin des Kaunertales“, der Weisseespitze, machen die Region zu einem attraktiven Wanderziel. Sommer wie Winter ist die Kuppe dieses gewaltigen Berges von Schnee verhüllt und verriegelt als schimmernde Mauer aus Eis nach Süden hin das Tal.

Im Winter entpuppt sich das Skigebiet des Kaunertaler Gletschers als ein wahres El Dorado für sämtliche Sportarten rund um die weiße Pracht. Die Gletscherhochfläche ist mit 9 Liftanlagen erschlossen. Es gibt keine Wartezeiten und mit 32 km Pisten werden die Bedürfnisse von Anfängern wie Fortgeschrittenen gestillt.

Abseits der Bergwelt bietet das Kaunertal Center direkt an der Hauptstraße bei Feichten ein umfangreiches Schlechtwetterprogramm. Hallenbad, Fitness- sowie Wellnessangebote, Kegelbahn oder Schießstand laden zur körperlichen Betätigung und Entspannung.

Auch geschichtlich und kulturell Interessierte kommen auf ihre Kosten. Im vorderen Teil des Tales liegt die Wallfahrtskirche Kaltenbrunn, welche im Jahre 1272, von Ritter Schenkenberg errichtet wurde. Sie beherbergt Altarfiguren sowie einen Kruzifix aus dem 17. Jahrhundert. Auch die Erkundung der Ruine Bernegg (13. Jahrhundert) mit gotischer Burgkapelle mutet historisch interessant an. Ein Heimatmuseum im Ortsteil Platz bietet weiters Einblicke in das Handwerk des Schusters, zeigt Gegenstände alter Wirtschafts- und Lebensformen sowie eine Mineraliensammlung und Exponate zu Bergbau und Alpinismus.

Kartenübersicht

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